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Casper Otten.

Der gebürtige Insulaner war von 1891 bis 1923 der Vormann der DGzRS-Station Langeoog. Während dieser Zeit retteten er und seine Mannschaft 94 Menschen aus Seenot.

Außerdem bekleidete Casper Otten die Funktion des örtlichen Bademeisters. Er sorgte im „Familienbad“ und im „Herrenbad“ für Sicherheit, während seine Ehefrau Christine (am rechten Bildrand stehend) das – wie damals üblich – separate „Damenbad“ betreute.

Das Foto zeigt Casper Otten vor dem 8,5-Meter-Ruderrettungsboot „Dr. G. Krause“, welches 1899 erbaut und mit zugehrigem Transportwagen auf der Nordseeinsel Langeoog in Dienst gestellt wurde. Vor ihm steht ein so genannter „Raketen-Apparat“, der zum Verschießen von Rettungsleinen hinüber zu havarierten Schiffen verwendet wurde.

Der abgebildete Holz-Schuppen der Ost-Station wurde im Jahr 1915 durch einen massiven Neubau ersetzt.

In der West-Station der Insel war seinerzeit das 1887 in Dienst gestellte Ruderrettungsboot „Reichspost“ untergebracht.

Im Jahr 1910 wurde dieses durch ein ebenfalls mit dem Namen „Reichspost“ getauftes Boot ersetzt, das 1942 – jedoch als letztes, überhaupt eingesetztes Ruderrettungsboot der DGzRS – durch eine dramatische Rettungsaktion weitaus berühmter werden sollte.

1920 erhielt Casper Otten fr die Rettung von sieben Überlebenden der gestrandeten finnischen Bark „Paul“ die silberne Prinz-Heinrich-Medaille.

Auf seiner Heimat-Insel Langeoog ist die Straße, in der sein Wohnhaus steht, ihm zu Ehren mit „Vormann-Otten-Weg“ benannt – und auch das 2001 in Dienst gestellte, derzeitige DGzRS-Strandrettungsboot der Insel trgt seinen Namen.

Und das, obwohl Casper Otten nie das Schwimmen gelernt hatte (!).

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